Druck
Da Wasser ca. 800 mal
schwerer ist als Luft ändert ich der Druck beim Abtauchen
sehr viel schneller als in der Luft. Die internationale
Einheit in der Druck gemessen wird ist Pascal [Pa].
1 Pascal
[Pa] = 1 Newton [N] / Quadratmeter [m2]
Der durchschnittliche
Luftdruck in Meereshöhe beträgt 1 Pascal. Häufiger
verwendet ist jedoch noch die Einheit bar (seit 01.01.78 nicht
mehr gesetzliche Einheit) . 1 bar entsprechen 100.000 Pascal.
1 bar =
100.000 Pa
|
Tiefe
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Druck
|
|
0
m
|
1
bar
|
100.000
Pa
|
|
10
m
|
2
bar
|
200.000
Pa
|
|
20
m
|
3
bar
|
300.000
Pa
|
|
30
m
|
4
bar
|
400.000
Pa
|
|
40
m
|
5
bar
|
500.000
Pa
|
In 10 m Tiefe ist der Körper
einem Druck von 2 bar ausgesetzt. Da der menschliche Körper
zum größten Teil aus Wasser besteht ist der hohe Druck kein
Problem. Ausnahmen sind nur die mit Luft gefüllten Hohlräume,
wie zum Beispiel Lunge und Nasennebenhöhlen. Beim
Abtauchen mit angehaltener Luft auf 10 m, verdoppelt sich also
der Umgebungsdruck und somit auch der Druck auf die Lunge. Die
Luft in der Lunge wird dadurch auf die Hälfte ihres normalen
Volumens komprimiert.
Beim Abtauchen mit
Pressluft atmet man Luft im Umgebungsdruck ein. Die 1. Stufe
setzt den Flaschendruck von bis zu 200 bar auf ungefähr
8-10 bar herab. Die 2. Stufe stellt die Atemluft auf den
momentanen Umgebungsdruck ein. Dadurch steigt der Verbrauch
der vorhandenen Pressluft schnell mit der Tauchtiefe an.
Luft
Luft ist die
Sammelbezeichnung für alle Gase, aus der sich die Atmosphäre
der Erde zusammensetzt. Sie besteht in der Nähe der Erdoberfläche
aus folgenden Elementen und Verbindungen.
|
Gase
|
Formel
|
Volumen
in %
|
|
Stickstoff
|
N
2
|
78,110000
|
|
Sauerstoff
|
O
2
|
20,953000
|
|
Argon
|
A
|
0,934000
|
|
Neon
|
Ne
|
0,001818
|
|
Helium
|
He
|
0,000524
|
|
Methan
|
Ch
4
|
0,000200
|
|
Krypton
|
Kr
|
0,000114
|
|
Wasserstoff
|
H
2
|
0,000050
|
|
Distickstoffmonoxid
(Lachgas)
|
N
2 O
|
0,000050
|
|
Xenon
|
Xe
|
0,000009
|
Mit dem Anstieg des
Umgebungsdruck steigt auch der Druck der eingeatmeten Luft
oder der Partialdruck der einzelnen Gase. Somit lösen sich
diese Gase auch stärker im Blut. Durch plötzlichen
Druckabfall (schnellem Auftauchen), dehnen sich diese Gase
aus, was zu Gasembolien (Dekompressionskrankheit) führen
kann. Aus diesen Grund müssen bei Tauchgängen in größere
Tiefen Dekostops eingelegt werden, so dass die gelösten Gase
im Blut abgebaut werden können.
Tiefenrausch
(Stickstoffnarkose)
Durch das Einatmen der
komprimierten Luft nimmt der Körper die Gase auf, welche sich
im Blut lösen. Der Tiefenrausch oder Stickstoffnarkose
entsteht durch den steigenden Stickstoffpartialdruck beim
Abtauchen, bis zu einem Wert bei dem der Stickstoff langsom
giftig wird. Meist äußert sich der Tiefenrausch durch ein
euphorisches Gefühl und Selbstüberschätzung, welche oft zu
unkontrollierten Reaktionen führt. Das Risiko einer
Stickstoffnarkose steigt bei Tauchgängen ab ca. 30m stark an,
ist aber von Person zu Person verschieden.
Weitere Faktoren die
eine Stickstoffnarkose unterstützen sind zum Beispiel:
-
Stress, Müdigkeit,
große Anstrengungen vor einem Tuchgang, Alkohol